Anlegerwohnung / Vorsorgewohnung – Vorteile, Nachteile, Steuern & Tipps

Die Anlegerwohnung, die auch Vorsorgewohnung genannt wird, ist eine Form der Eigentumswohnung. Diese wird allerdings nicht zum Zweck der Eigennutzung, sondern als Einkommensquelle durch die Vermietung erworben. Somit ist das Hauptziel einer Anlegerwohnung, langfristig und regelmäßig Einkünfte aus dieser zu generieren, statt diese selbst zu nutzen. Anlegerwohnungen bieten Anlegern viele Vorteile, allerdings auch ein paar Risiken. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Rahmenbedingungen sowie die Vor- und Nachteile einer Anlegerwohnung.

Vorteile einer Anlegerwohnung

Der Zweck einer Anlegerwohnung ist die Generierung eines regelmäßigen Einkommens. Dies ist natürlich auch ihr großer Vorteil. Durch die Vermietung der Anlegerwohnung erhalten Sie durch die Mieteinnahmen eine zusätzliche Einnahmequelle. Mit dieser können Sie zum einen den möglicherweise für den Kauf aufgenommenen Kredit tilgen und erzielen bereits während der Tilgung oder spätestens nach dieser einen Gewinn. Hierbei bieten Anlegerwohnungen eine hohe Sicherheit bei der Geldanlage, denn die Nachfrage nach Wohnraum ist unabhängig von Wirtschaftslage und Krisen immer gegeben. Auch gegen Börsenabstürze sind Immobilien abgesichert, sodass dies eine sehr solide und sichere Anlagemöglichkeit ist. Nicht umsonst werden Immobilien „Betongold“ genannt.

Tipp:

In der aktuellen Niedrigzinsphase bietet eine Anlegerwohnung nicht nur aus Rendite-Sicht eine spannende Option. Auch die Finanzierung selbst ist bereits ab einer Eigenkapitalquote von rd. 20% zu absoluten Top-Konditionen machbar. Im Idealfall wenden Sie sich an einen ungebundenen Finanzierungsberater, der Zugriff auf viele unterschiedliche Banken und Kreditinstitute hat und überlassen Sie die Konditionsverhandlungen einem echten Finanzierungsexperten.

Immobilien haben als Wertanlage und Anlageobjekt sogar noch weitere Vorteile. Zum einen ist in den vergangenen Jahrzehnten ein ständiger Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen zu beobachten, sodass der Wert von Anlegerwohnungen kontinuierlich steigt. Zudem erfolgt regelmäßig eine Anpassung der Mieteinnahmen an die Inflationsrate, was bei anderen Anlagemöglichkeiten ebenfalls nicht gegeben ist. Dadurch ist eine entsprechende Wertsicherung gegeben. Die Zinsen des Darlehens für den Kauf einer Anlegerwohnung lassen sich außerdem von der Steuer absetzen. Übertragen Sie die Verwaltung einer Immobilienverwaltungsgesellschaft, haben Sie als Besitzer nahezu keinen Aufwand und keine Arbeit, sondern lassen alle Angelegenheiten und Probleme professionell regeln.

Nachteile einer Anlegerwohnung

Eine Anlegerwohnung generiert Ihnen natürlich nur Einkünfte, wenn diese vermietet ist. Somit ist Leerstand eigentlich das größte Risiko, das Eigentümer einer Anlegerwohnung eingehen. Wurde die Anlegerwohnung mit einem Darlehen finanziert, müssen die Raten natürlich weiter bedient werden, wenn auch die Anlegerwohnung einige Monate leer stehen sollte. Somit kostet Sie die Anlegerwohnung im Falle eines Leerstandes monatlich auch noch Geld, statt Ihnen welches zu erwirtschaften. Daher ist es sehr zu empfehlen, die Verwaltung in professionelle Hände zu legen. Hierauf spezialisierte Immobilienverwaltungsgesellschaften kümmern sich um die professionelle Betreuung der Wohnung und haben die besten Voraussetzungen, um für einen geringen bis gar keinen Leerstand zu sorgen. Zudem bedarf eine Immobiliengesellschaft zur Werterhaltung einer regelmäßigen Pflege und Instandhaltung, die natürlich ebenfalls mit Kosten verbunden ist. Dies sollten Sie zwingend in Ihre Kalkulation mit einbeziehen, um zu ermitteln, ob eine Anlegerwohnung für Sie Sinn macht und – wenn ja – welche.

Das sollten Sie beim Kauf einer Anlegerwohnung beachten

Grundvoraussetzung für die Erwirtschaftung von Einnahmen durch eine Anlegerwohnung ist natürlich, dass diese vermietet ist. Daher sollten Sie bei der Wahl und dem Kauf einer Anlegerwohnung darauf achten, dass sich diese bestmöglich vermieten lässt. Zudem sollten natürlich die zu erwartende Kaltmiete über Ihren monatlichen Kosten für das eventuell anfallende Darlehen liegen oder diese zumindest samt weiterer anfallender Kosten decken. Nur so können Sie früher oder später mit einer Anlegerwohnung einen Gewinn erzielen – entweder bereits während der Tilgung des Darlehens, falls dieses notwendig ist, oder zumindest danach.

Daher sollten Sie auf jeden Fall bei der Wahl einer Anlegerwohnung vor dem Kauf auf eine günstige Vermietbarkeit achten. Zum einen muss die Wohnung in einem guten Zustand sein oder mit wenig finanziellen Mitteln und Aufwand herzurichten sein. Ebenfalls wichtig für eine gute Vermietbarkeit einer Anlegerwohnung ist die Lage der Wohnung. Prädestiniert sind hierfür Ballungsräume, in denen eine hohe Nachfrage nach Wohnungen besteht. So bieten sich zum Beispiel in Studentenstädten kleine, zentral gelegene Wohnungen an.

Tipp zur Wohnungsgröße bei Anlegerwohnungen

Attraktive 2 bis 3-Zimmer-Wohnungen sind flexibel nutzbar und bei einem gesunden Wohn- und Arbeitsmarkt in der Regel gut zu vermieten.

Keller sowie Stellplätze erhöhen die Attraktivität einer Wohnung für den Mieter und steigern auch Ihre Mieteinnahmen. Nahegelegene Grünflächen, Spielplätze, Schulen und Universitäten, Einkaufsmöglichkeiten, etc. steigern die Attraktivität einer Wohnung und machen sie daher prädestiniert für eine Anlegerwohnung, die gut zu vermieten ist.

Außerdem sollten Sie sich vor dem Kauf einer Anlegerwohnung die Ziele klar und im Detail definieren. Soll der Erwerb und die Vermietung einer Anlegerwohnung bzw. Vorsorgewohnung als Rendite, also z.B. als Altersvorsorge genutzt werden, machen Sie sich vorher ein klares und vor allem realistisches Bild über die zu erwartenden Gewinne und Erträge. Auch als zukünftige Wohnfläche für den eigenen Nachwuchs machen Anlegerwohnung durchaus Sinn, um bereits vor dem Einzug Erträge zu erwirtschaften. Erst, wenn Sie sich über die Ziele im Klaren sind und das passende Objekt gefunden haben, sollten Sie den Kauf einer Anlegerwohnung abschließen.

Vermietung einer Anlegerwohnung

Nach dem Kauf ist vor der Vermietung. Haben Sie diese nicht in die Hände einer Immobilienfirma gelegt, müssen Sie sich selbst um Mieter kümmern. Achten Sie hierbei auf Beständigkeit, um nicht zu oft einen neuen Mieter suchen zu müssen. Dies ist zum einen mit Aufwand verbunden und birgt zum anderen die Gefahr von kostspieligem Leerstand. Wenn es die Situation der Mietinteressenten zulässt, sind unbefristete Mietverträge bei der Vermietung von Anlegerwohnungen ratsam, da Sie so seltener einen Nachmieter suchen müssen. Sie gehen hierbei zwar das Risiko ein, dass ein Mieter im Zweifelsfall schwieriger zu kündigen ist. Dafür sind aber regelmäßige Mieteinnahmen sicher. Außerdem sind unbefristete Verträge auch für Wohnungssuchende attraktiver, da sie günstiger sind und ihnen mehr Rechte einräumen. Und wer sucht schon gerne ständig eine neue Wohnung.

Beachten Sie die genannten Dinge, ist eine Anlegerwohnung eine gute und sichere Möglichkeit, um Geld anzulegen und für Sie arbeiten zu lassen. So sichern Sie sich eine zusätzliche Einnahmequelle, z.B. für den Ruhestand.

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